Futter für die Seele

Ich hoffe ihr seid alle gut in das neue Jahr gekommen!!! Ich weiß nicht wie es euch momentan mit der aktuellen Lage geht, aber ich blicke ehrlich gesagt mittlerweile gar nicht mehr durch was man darf und was nicht. Ich muss allerdings auch zugeben, dass das zum Teil wohl auch daran liegt, dass ich so wenig Fernsehen schaue (was ich generell ja gut finde) 🙂 Aber ich habe beschlossen mich über das ewige Hin und Her nicht aufzuregen, weil es erstens absolut nichts an der Lage ändern würde und zweitens, weil ich ja sowieso zu den Menschen gehöre, die sehr gut daheim sein können. 🙂

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Nach meinem letzten Beitrag haben mich wieder einige Nachrichten privat erreicht, und ich möchte auch hier noch einmal ganz offiziell „Danke“ dafür sagen! 🙂 Wie ihr ja schon wisst war dieser Blog ja ursprünglich als eine Art Selbsttherapie gestartet. Ich hatte immer das Gefühl so viele Gedanken im Kopf zu haben und brauchte dafür irgendwie eine Art Ventil. Mit dem erstellen dieses Blogs habe ich aber nicht nur dafür eine Möglichkeit gefunden, sondern ich hatte zur damaligen Zeit auch wieder eine Aufgabe die mich mental forderte. Allein schon das erstellen eines Blogs war für mich totales Neuland, kostetet mich einige Stunden an Arbeit und ordentlich Hirnschmalz. Damit habe ich mir aber auch selbst „bewiesen“, dass ich etwas kann, was wiederum gut für mein bis dahin sehr angeknackstes Selbstwertgefühl war. Das ich mit dem was ich hier schreibe nun auch noch Menschen erreiche bedeutet mir wirklich unglaublich viel! Zu lesen, dass Menschen aufgrund dessen ihr eigenes Leben etwas reflektieren, bzw. allein das ich sie dadurch zum nachdenken anrege ist für mich unglaublich schön zu wissen. DANKE!!!

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Ich musste in diesem Zusammenhang auch wieder an diese Arbeitskollegin von mir denken, die mir kurz vor Weihnachten beinahe verschämt sagte, dass sie sich freuen würde dieses Weihnachten ENDLICH mal nicht die ganze Verwandtschaft einladen zu müssen. Und ebenso an ihren Gesichtsausdruck als ich sie fragte, warum sie es nicht einfach jedes Jahr so macht wie SIE es möchte.

Mir gefällt der Gedanke, dass eine Frage die man jemandem stellt wie eine Art Samenkorn ist. Wenn man ein Samenkorn pflanzt, dann sieht man erst einmal mehrere Tage oder Wochen gar nichts. Fast könnte man meinen es tue sich nichts. Und plötzlich bricht die Erde auf und ein kleines Pflänzchen wird sichtbar. Denn auch wenn man es nicht gesehen hat, so hat das kleine Samenkorn für das Auge unsichtbar kleine Wurzeln in der Erde geschlagen.

Ähnlich kann es mit einer Frage oder mit einem gelesenen Text sein. Ähnlich wie ein Samenkorn kann (!) eine Frage oder etwas gelesenes zunächst im unterbewussten insgeheim in einem wachsen. Vielleicht denkt man sogar schon gar nicht mehr daran, aber dann bricht eines Tages scheinbar wie aus dem Nichts ein Gedanke aus einem hervor. Und man hat plötzlich eine Antwort auf eine Frage gefunden, die man so in diesem Moment vielleicht gar nicht gestellt hat. Oder man weiß plötzlich was man verändern möchte ohne wirklich konkret in diesem Moment überhaupt daran gedacht zu haben.

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Eigentlich ist das genau das was bei mir in der Psychotherapie passiert. Es ist im Grunde genommen auch nur ein Gespräch. Teilweise mit unangenehmen Fragen gerade in der Anfangszeit, aber eigentlich „nur“ ein Gespräch. Und darüber denkt man dann mal mehr und mal weniger nach. Mal passiert gar nichts. Und ein anderes Mal passiert gleich ganz bewusst etwas, und wieder ein anderes Mal arbeitet es unterbewusst in einem wie im geheimen weiter und ist nicht gleich sofort „sichtbar“.

Eine ähnliche Erfahrung habe ich auch beim lesen von Büchern gemacht. Ich muss dazu sagen, dass ich nie die große Leseratte war. Die Zahl der Bücher die ich tatsächlich bis zum Beginn meiner Erkrankung freiwillig gelesen habe, kann ich mit Sicherheit an 10 Fingern abzählen. Keine Ahnung warum, aber Bücher haben mich einfach nicht wirklich interessiert. Vielleicht war ich dafür bisher auch zu ungeduldig oder habe mir die Ruhe und die Zeit dafür nicht genommen. Keine Ahnung.

Das änderte sich allerdings als ich krank geworden bin. Es mag zum einen an der mir neu zur Verfügung gestandenen Zeit gelegen haben, oder aber auch an meinem absoluten Wunsch, unbedingt mehr über meine Erkrankung erfahren zu wollen. Und so habe ich angefangen Bücher über, ich nenne es mal im weitestens Sinne, Persönlichkeitsbildung zu lesen.

Ein paar dieser Bücher möchte ich euch heute ganz kurz vorstellen. In Anbetracht meiner nicht vorhandenen Erfahrungen in punkto Bücher und Rezessionen der selbigen, was ganz unweigerlich an meiner mangelnder Leseerfahrung liegt, seht es mir bitte nach, wenn diese nicht besonders fachmännisch erfolgen. 😉

„Wir sollten uns bewusst sein, dass wir selbst für uns das Wichtigste sind, das wir haben. Dass wir in unserem eigenen, aber auch im Interesse unserer Kinder und Familien dafür sorgen müssen, dass es uns gut geht. Kein anderer kann das im Alltag für uns tun“

Cosima Sieger „Dein Weg aus dem Stress zurück in die Freiheit“

Eine absolut sympathische Autorin die ich jedem nur empfehlen kann ist Cosima Sieger. Von ihr habe ich gleich mehrere Bücher gelesen. Alle ihre Bücher haben eines gemeinsam: Man hat das Gefühl als würde eine liebe Freundin zu einem sprechen. Letzteres liest man auch in diversen Rezessionen zu ihren Büchern. Aber es ist genau so! Ihre Bücher bzw. Ratgeber lesen sich total angenehm, sie hat einen schönen Schreibstil und man fühlt sich einfach wohl dabei. Das erste Buch was ich von ihr gelesen habe, und welches mich dann auch zum Kauf der anderen Bücher animiert hat, war „Dein Weg aus dem Stress zurück in die Freiheit“. Das hat mich in meiner damaligen Situation einfach direkt schon vom Titel her angesprochen und auch beim lesen nicht enttäuscht. Von den Büchern auf dem Foto habe ich bis auf „Minimalismus – für ein Leben in Leichtigkeit und Freiheit“ und „Großes Praxisbuch der Selbstfindung“ alle bereits gelesen und kann sie ohne wenn und aber absolut weiterempfehlen. Die anderen beiden möchte ich aber auch noch lesen, da ich die Themen auch total spannend finde.

Ein absolut bemerkenswertes Büchlein war „Das Café am Rande der Welt“ vom Autor John Strelecky. Da dieses Buch ein absoluter Bestseller war bzw. auch immer noch ist, hat es sicherlich der eine oder andere von euch schon gelesen. Und wenn nicht, dann gibt es dafür von mir eine absolute Kaufempfehlung! Es ist großartig! Es ist ein so dermaßen schönes und wundervoll geschriebenes Buch zum Thema Selbstfindung. Im laufe des Lesens macht man sich ganz unweigerlich über den Sinn des eigenen Lebens seine Gedanken, und wie von selbst stellt man sich Fragen, die man sich selber so noch nicht gestellt hat. Das waren die wohl besten 176 Seiten die ich jemals gelesen habe! (Und das heißt schon was!) Die beiden Fortsetzungen kamen für mein Empfinden nicht an den ersten Teil heran, sind aber trotzdem auch lesenswert.

„Warum bist du hier? – Hast du Angst vor dem Tod? – Führst du ein erfülltes Leben?“

DIE drei Fragen aus „Das Café am Rande der Welt“

Auch ein sehr nettes Buch von John Strelecky, und zudem auch schön illustriert, ist „Was ich gelernt habe“. In diesem Buch schildert der Autor in kurzen Kapiteln seine Beobachtungen, Einfällen und Erkenntnissen zu Themen wie Liebe, Freundschaft und Natur. Es liest sich wirklich sehr schön.

Ein absolut großartiges Buch zum Thema Depression und Burnout wurde vom Autor Klaus Bernhardt geschrieben und trägt den Titel „Depression und Burnout loswerden“. Ich bin mir sicher, dass dies nicht nur ein Buch für Betroffene, sondern auch ein großartiges Buch zur Prävention ist. Es gibt viele gute Anregungen die man mehr oder weniger sofort umsetzen kann und der Autor verweist auch auf viele weitere gute Bücher anderer Autoren, die ich mir zum Großteil im Anschluss sogar auch noch gekauft habe. Unter anderem hat mich genau DIESES Buch zum erstellen bzw. zum schreiben dieses Blogs inspiriert!

Eine Autorin an der man zum Thema Persönlichkeitsbildung absolut nicht vorbeikommen sollte ist meiner Meinung nach Stefanie Stahl! Von ihr habe ich gleich vier Bücher daheim. Das Buch „Das Kind in dir muss Heimat finden“ habe ich regelrecht verschlungen.

„Das „innere Kind“ ist die Summe aller Kindheitsprägungen, die wir durch unsere Eltern und andere Bezugspersonen erfahren haben. Insbesondere die Kränkungen und Verletzungen aus der Kindheit verankern sich tiem im Unterbewusstsein und hindern uns als Erwaachsene daran, unser volles Potenzial zu leben“

Stefanie Stahl

Das Buch „Das Kind in dir muss Heimat finden“ hat für mich den Ausschlag gegeben mich mit dem Thema „Glaubenssätze“ auseinander zu setzen. Ich habe sie mithilfe dieses Buches nicht nur erkannt, was allein schon ein enormer (!!) Fortschritt für mich war. Ich habe auch erkannt was dieses Glaubenssätze mit mir im erwachsenen Alter gemacht haben! Ich habe für mich nach dem lesen damit so viel erklären können und in vielerlei Hinsicht gemerkt warum ich so bin wie ich bin. Es ist nicht so ganz einfach, dass in Worten auszudrücken, aber das war ein ganz gewaltiger Fortschritt für mich.

Diese Bücher haben alle etwas gemeinsam: Sie haben sehr viel zu meiner persönlichen Veränderung beigetragen. Generell denke ich mir bei allem was man dazu lernen kann immer, wenn nur eine Sache dabei war die mich weiter bringen kann, dann hat es sich gelohnt. Daher kann ich euch auch jedes dieser Bücher absolut empfehlen.

(Vielleicht sollte ich an dieser Stelle noch anmerken, dass es sich bei den gerade vorgestellten Büchern um unbezahlte Werbung für eben diese handelt.)

„Lesen ist für den Geist, was Gymnastik für den Körper ist.“

Joseph Addison

Auch zukünftig werde ich weiterhin Bücher lesen. Es ist nicht mein Hobby Nr. 1 geworden, aber es macht mir schon im gewissen Sinne auch Spaß. Und ich bin neugierig geworden auf die vielen Dinge, die ich dadurch noch über mich herausfinden kann. Daher habe ich auch schon jede Menge andere neue Bücher daheim liegen. 🙂

Photo by Elly Fairytale on Pexels.com

Ein anderes Thema was ich noch ansprechen bzw. mit euch teilen möchte, ist das Thema Meditation. Ich kenne eigentlich nur zwei Sorten von Menschen: Die, die Meditation für absolut großartig halten und die, die Meditation für den totalen Blödsinn halten. Das kann grundsätzlich jeder so sehen wie er es möchte! Zu meditieren ist auch nicht wirklich so ganz leicht. Man muss sich wirklich Zeit dafür nehmen und vor allem Geduld mit sich haben. Ich glaube letztendlich scheitern aus diesen zwei Gründen viele daran. Aber wenn man es einmal „kann“, dann gehört es meiner Meinung nach zu den Dingen im Leben, die man sich wünschte schon viel früher „erlernt“ zu haben.

Wie so viele andere Menschen bin ich durch Yoga zum meditieren gekommen. Das liegt zum einen daran, dass viele Menschen die Yoga praktizieren auch Meditation in ihr Leben integriert haben. Zum anderen gibt es gewissen „Gemeinsamkeiten“ in diesen beiden Praktiken. Sowohl beim Yoga als auch beim meditieren, lernt man im Hier und Jetzt zu sein. Man lernt sich auf sich zu fokussieren und man hört auf zu viel nachzudenken! Meditation kann einem zudem helfen ruhiger zu werden, mit Stress oder Angst besser umzugehen und hilft ganz wunderbar zum entspannen. Aber ich finde es ist nicht so ganz einfach wie es immer so gerne dargestellt wird. Es ist nämlich nicht von Anfang an „einfach“ sich irgendwo in Ruhe hinzusetzen und einfach mal an nichts zu denken. Ganz im Gegenteil! Meditation heißt komplett abschalten und absolut 100 prozentig bei sich zu sein, und dafür braucht man Geduld. Geduld mit sich selbst. Und ich glaube das gerade DAS heutzutage das absolute Problem ist. Alles muss immer schnell, schnell gehen und die Welt da draußen ist so wahnsinnig laut geworden. Jeder ist getrieben und gehetzt und wenn wir etwas tun, dann sind wir mit unseren Gedanken schon bei der nächsten Aufgabe die heute unbedingt noch erledigt werden muss. Wir haben verlernt in uns rein zu hören und auf unser inneres Gleichgewicht zu achten. Aber auch darin lag für mich die absolute Herausforderung! Ich wollte wissen wie das ist, im „Hier und Jetzt“ ganz bei sich zu sein.

Und wie schon gesagt, das braucht Zeit und Geduld. Geholfen haben mir dabei geführte Mediationen aus dem Internet, welche ich mir entweder über einen App Streaming Dienst oder über YouTube über (ganz wichtig) Kopfhörer angehört habe. Kopfhörer daher, weil man sich damit besser auf die Mediation konzentrieren kann und dadurch auch nicht so leicht abgelenkt wird. Ich mag es zudem mich dann in eine Decke einzukuscheln und es mir richtig bequem und gemütlich zu machen. Anfangs musste ich dann allerdings immer aufpassen das ich nicht einschlafe. Aber auch das ist am Anfang ganz normal und passiert mir jetzt auch noch hin und wieder.

Sollte sich jemand von euch für das Thema Meditation interessieren und es einfach mal ausprobieren wollen, so kann ich euch hier zwei Kanäle auf YouTube empfehlen (Auch an dieser Stelle sei erwähnt, dass es sich hierbei um unbezahlte Werbung handelt.)

Der YouTube Kanal von Anika Henkelmann ist absolut toll. Sie hat eine wunderbar ruhige und angenehme Stimme und jede Menge guter Meditationen auf ihrem Kanal:

https://www.youtube.com/channel/UCwJvTLVrrAFrWWQqoBM7u9g

Wem ich auch total gerne zuhöre ist Thomas Andres. Seine Meditationen sind zugegebener Maßen etwas lang. Dafür hat er aber fast zu jedem Thema sowohl eine Tages- als auch eine Nachtvariante. Und seine Stimme ist einfach auch ganz wunderbar:

https://www.youtube.com/channel/UCphnbSdDub2GGUGU92DQN-A

Probiert es doch einfach mal aus! Was habt ihr schon zu verlieren?

Photo by Breakingpic on Pexels.com

Jetzt ist der Beitrag schon wieder so lang geworden… 🙂

Mich würde an dieser Stelle sehr eure Meinung interessieren. Kennt jemand von euch eines oder mehrere der Bücher die ich hier vorgestellt habe und wie fandet ihr sie? Habt ihr Bücher im Bereich der Persönlichkeitsbildung gelesen die ihr mir empfehlen könnt? Wie steht ihr zum Thema Meditation?

Schreibt mir dazu doch gerne etwas in den Kommentaren.

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