Willkommen 2021!

Neues Jahr – neues Glück! So lautet doch ein Sprichwort wenn ich mich recht erinnere….
Ich bin mir sicher, dass viele von euch sich ein neues – besseres Jahr als das letzte Jahr wünschen! Ja es war schon ein ganz besonderes Jahr das hinter uns liegt. Ich für meinen Teil hätte mit so etwas wie ein Virus, dass die halbe Welt lahm legt absolut niemals gerechnet! Und dabei habe ich mit meinen 43 Jahren auch schon viel geschichtliches und politisches, und auch viele wirtschaftliche Veränderungen erlebt.

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Aufgewachsen ohne Handy (wir hatten noch nicht einmal ein Telefon) und Auto, war die politische Wende 1989 das wohl größte Erlebnis welches ich miterleben durfte, und an das ich mich auch noch gut erinnere. Ich bin mit Kassetten anstatt CD´s aufgewachsen, Filme gab es irgendwann auf Videokassetten und in meiner frühen Kindheit gab es nur zwei Fernsehsender und die sendeten auch nicht rund um die Uhr. Ich habe quasi die „Entstehung“ des Internets und der ersten Online-Chats miterlebt, die Einführung von Smartphones, die Einführung des Euros…. Jetzt komme ich mir gerade furchtbar alt vor! Lassen wir das lieber!!! 🙂

„Die schwerste Aufgabe im Leben ist es, an schlechten Tagen genauso zu denken, wie an guten Tagen.“

Ich gehöre zu den Menschen die dem Jahr 2020 auch sehr viel positives abgewinnen konnten. Natürlich war und ist dieses Corona Virus eine wirklich furchtbar angsteinflößende Sache. Wie aber auch schon in einem meiner vorherigen Beiträge erwähnt, bin ich aber ein Mensch, der in jedem noch so schlimmen Ereignis das Positive sucht. Ich habe aber schon durchaus die Erfahrung gemacht, dass das für viele Menschen äußerst schwierig ist. Mitunter ernte ich nur ratloses oder verständnisloses Kopfschütteln wenn ich das eine oder andere positive in dieser Zeit hervorhebe. Aber ich frage die Menschen dann immer: „Was bringen euch die schlechten Gedanken und das beschweren über die äußeren Umstände?“ Dann blicke ich zumeist in ratlose Gesichter. „Nichts! Es bringt euch rein gar nichts!“ – ist dann meine Antwort! Es bringt nämlich nur weiterhin schlechte Gedanken. Wenn ich mit einem mürrischen Gemütszustand rumlaufen kann ich nicht erwarten, dass mein Gesichtsausdruck etwas anderes ausdrückt. Und wenn ich mit einem mürrischen Gesichtsausdruck rumlaufe kann ich in den seltensten Fällen davon ausgehen, dass ich ein Lächeln von meinen Mitmenschen bekomme. „Gesetzt der Anziehung“ nennt sich das ganze Prinzip.

„Das was ich denke, strahle ich aus und das was ich ausstrahle, ziehe ich an“.

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Nun gibt es mit Sicherheit die Klugscheißerfraktion – „Ja ich weiß schon…. ich stell mich täglich vor einen Spiegel und rede mir ein, dass mir das Leben rosarot glitzernd zu Füßen liegt…..!“ Was ich diesen Menschen dazu sage? Meistens gar nichts, weil ich mich ungern mit negativen Menschen unterhalte, und wenn dann beschränke ich den Kontakt auf das Nötigste. Hört sich egoistisch oder eingebildet für dich an? Ja das mag sein, aber eine Erkenntnis die ich auch erst im letzten Jahr so wirklich verstanden habe ist – Es ist MEIN Leben und daher muss es sich auch NUR FÜR MICH richtig anfühlen! Wenn das für jemanden egoistisch oder eingebildet klingt – bitte sehr – damit kann ich sehr gut leben.

„Das Leben ist bezaubernd, man muss es nur durch die richtige Brille sehen.“

Alexandre Dumas

Aber noch mal zurück…. Was ich damit meine ist folgendes; Ich finde, dass man sich gerade in schwierigen Zeiten auf das besinnen muss was GUT ist im Leben. Und das müssen keine großen oder gar materielle Dinge sein! Ein schöner Sonnenaufgang, eine leckere Tasse Kaffee am Morgen die man sich in Ruhe gönnt oder eine liebevolle Umarmung der Kinder oder des Partners. Es ist so wahnsinnig viel selbstverständlich für uns geworden, dass wir die kleinen Besonderheiten gar nicht mehr würdigen können. Aber was wären wir ohne all das? Ich habe es zum Beispiel schon im Frühjahr 2020 total genossen, dass weniger Verkehr auf den Straßen unterwegs war und ich fand es toll, dass man in den Abendstunden mal wieder die Sterne am Himmel gesehen hat. Ich fand es toll, dass wieder mehr Familien zusammen spazieren waren und Väter mit ihren Kindern Fußball vor dem Haus gespielt haben. Und auch für mich hat das Jahr 2020 unheimlich viele persönliche Veränderungen bereit gehalten.

„Die Dinge haben nur den Wert, den man ihnen verleiht.“

Jean Baptiste Moliere

Für den einen oder anderen klingt es sicherlich verrückt, aber das Jahr 2020 war bis dato (nach der Geburt meiner Tochter vor 17 Jahren) das wohl bemerkenswerteste, wichtigste und beste Jahr welches ich erleben durfte! Und dafür bin ich unglaublich dankbar! Ich habe sehr viel über mich und mein Leben gelernt und fast möchte ich behaupten, dass ich ein neuer Mensch geworden bin…. okay fast! 😉 Manche meiner Eigenheiten habe ich schon noch beibehalten. Ich kann immer noch furchtbar viel und gern beim Auto fahren über andere Autofahrer schimpfen, vor meinem zweiten….. naja eher dritten Kaffee bin ich immer noch nicht wirklich ansprechbar und ich kann immer noch eine Menge Blödsinn quatschen und machen wenn mir danach ist. Aber viele Sachen haben sich für mich einfach im letzten Jahr geändert.

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Was mich das Jahr 2020 gelernt hat und wofür ich dankbar bin:

  • Karin ist und bleibt meine absolut engste Vertraute
  • Ich habe wieder mehr Kontakt zu meinem „großen Bruder“ gehabt
  • Ich durfte in Andrea, Manuela und Sarina drei ganz wunderbare Menschen (neu) kennenlernen
  • Ich habe eine Psychotherapie angefangen und mich damit endlich mit mir und meinem Leben auseinander gesetzt.  (Die absolut beste Entscheidung in 2020!)
  • Ich habe mir eine Auszeit ganz für mich allein genommen
  • Ich habe meine Wohnung fast komplett neu eingerichtet und freue mich an jeder einzelnen Sache beinahe jeden Tag.
  • Ich habe mir meinen Jugendtraum erfüllt und habe mit dem Gitarre spielen angefangen. Ich habe mir eine neue Gitarre gekauft und in Chris einen super netten Gitarrenlehrer gefunden.
  • Meine Tochter hat in diesem Jahr einen großartigen Schulabschluss gemacht.
  • Ich habe mir ein wunderschönes Tattoo stechen lassen
  • Ich kann alleine sein ohne mich einsam zu fühlen
  • Ich habe mich intensiv mit Yoga und Meditation beschäftigt und darin ganz wundervolle Möglichkeiten der Entspannung und Reflektion gefunden.
  • Ich habe angefangen Bücher über Persönlichkeitsbildung und Psychotherapie zu lesen und dadurch so viel Neues erfahren.
  • Ich kann alleine ins Kino gehen und habe Spaß dabei.
  • Ich schlafe wieder ohne grübelnde Gedanken ein.
  • Ich kann Stille aushalten.
  • Ich bin in sehr vielen Momenten zufrieden mit mir und meinem Leben.
  • Ich bin so dankbar das ich meine Schwester Anika habe. Ich habe sie unglaublich doll lieb.
  • Meine zwei flauschige Stubentieger sind einfach die wundervollsten Mietzemänner dieser Welt.
  • Ich habe erkannt wer Freunde, und wer Bekannte für mich sind.
  • Ich bin wesentlich ruhiger und gelassener geworden und schenke nicht mehr jedem und alles meine Aufmerksamkeit.
  • Ich habe erkannt, dass es kein „perfekt“ gibt und das alle Versuche Perfektion zu erreichen nur viel zu viel Energie kosten.
  • Ich bin nicht mehr so unzufrieden mit meinem Körper und kann mich viel besser so akzeptieren wie ich bin.
  • Ich glaube ich bin ein durchaus liebenswerter Mensch.
  • Ich mag mich!

Als ich das kurz vor Weihnachten in meinem Tagebuch festhielt war ich selber darüber erstaunt wie viel es insgesamt war! Aber es hat mich auch wahnsinnig glücklich gemacht! Und ich finde wir sollten alle viel mehr darauf schauen, was gutes in unserem Leben passiert und uns darauf besinnen und uns diese Dinge immer wieder ins Gedächtnis rufen. Dann passiert das mit dem lächeln im Gesicht (fast) von ganz allein und man strahlt es auch aus. Und ich glaube daran, dass das was man gibt, auch immer wieder zu einem zurück kommt! Eine Arbeitskollegin meinte im November 2020 zu mir „Du strahlst irgendwie so von innen heraus!“ 

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„Sei wie die Sonne: Stehe morgens auf und strahle, egal welches Wetter gestern war.“

Und was ist mit diesem neuen Jahr?

Auch dazu habe ich mir gegen Ende des Jahres so meine Gedanken gemacht. Ich war allerdings noch nie ein Freund von sogenannten Neujahrsvorsätzen. An so etwas glaube ich nicht. Das sind in meinen Augen zwar zum einen schon Wünsche derjenigen die sie haben, aber zum aller größten Teil bleibt es bei diesen Wünschen. Ich glaube das liegt zum einen daran, weil diese Wünsche oder Ziele nicht klar genug definiert sind und zum anderen, weil der wirkliche Wille dahinter fehlt. Es ist einfach zu sagen „Ich höre mit dem rauchen auf“ oder „Ich nehme ab“. Aber meistens bleibt es bei diesen Sätzen und der sich in Anschluss einkehrenden Enttäuschung (wieder) etwas nicht geschafft zu haben. Ich möchte sogar behaupten, dass die meisten mit solchen Vorsätzen schon im Vornherein insgeheim wissen, dass sie ihr Vorhaben nicht in die Tat umsetzen werden. Gibt es etwas deprimierendes?

Ich habe daher für mich keine dieser klassischen Neujahrsvorsätze getroffen. Ich habe vielmehr überlegt, was ich aktiv tun könnte damit es mir noch besser geht als jetzt. 

Und das ist meine „Wunschliste“ für 2021:

  • Ich möchte verstehen wie man Beziehungen führt ohne Angst zu haben.
  • Ich möchte lernen Menschen zu vertrauen.
  • Ich möchte meine gewonnenen Freundschaften beibehalten und besser pflegen und für neue Menschen offen sein.
  • Ich möchte meine innere Ruhe beibehalten und mich persönlich noch weiter entwickeln, um all das schon gelernte nicht wieder zu verlieren.
  • Ich möchte mich trauen im Sommer an die Nord- oder Ostsee zu fahren.
  • Ich möchte lernen zum Gitarre spielen zu singen.
  • Ich möchte insgesamt noch viel mutiger werden.
  • Ich möchte meine eigenen Bedürfnisse noch besser erkennen und sie ohne Angst und Scham ausleben.
  • Und ich möchte den Flur und das Arbeitszimmer meiner Wohnung renovieren.
Photo by Nita on Pexels.com

Was ich in jedem Fall in diesem neuen Jahr beibehalten werde ist mein Glücksmomenteglas! Was das ist? Ich habe ein großes Glas im Wohnzimmer stehen und jedes Mal wenn ich etwas schönes erlebe, dann schreibe ich es auf einen kleinen bunten Zettel und stecke ihn in dieses Glas. Am Silvesterabend mache ich dann diese kleinen zusammengefalteten Zettelchen auf, lese sie und freue mich noch einmal über die vielen wunderschönen Momente die ich im Jahr hatte. Gibt es etwas schöneres als das Jahr mit einem Lächeln zu beenden?

Quelle: Visualstatements

Selbst in einem so turbulenten Jahr wie 2020 hatte 24 Glücksmomente, die ich mir geschaffen habe und erleben durfte! Wenn man es so nimmt, so hatte ich ca. alle zwei Wochen einen schönen Augenblick. Und das ist doch großartig oder?

Glück bekommt man nicht geschenkt. Glück erschafft man sich.

Ich wünsche jedem von euch ein ganz wundervolles 2021, mit vielen Momenten des Lächelns und des glücklichseins. Gerade ist es eine schöne Vorstellung für mich, wenn auch nur einer von euch in den nächsten Monaten etwas genauer hinschaut, etwas genauer wahrnimmt und etwas mehr scheinbar Alltägliches schätzen kann. Es gibt so viel unnötiges in unser aller Leben, dem wir viel zu oft und viel zu sehr unsere Aufmerksamkeit schenken. Wir setzen nur allzu oft Prioritäten, die aber meistens noch nicht einmal unseren eigenen Werten entsprechen. Viele Menschen kennen noch nicht einmal ihre eigenen Werte und leben ein Leben, dass sie meinen führen zu müssen, weil es „nun mal so ist“. 

„Lebst du schon, oder erfüllst du noch Erwartungen?“

Was möchtest du für DICH im neuen Jahr angehen? Was sind deine Werte? Wer willst du sein?

Auf in ein neues Jahr voller spannender Möglichkeiten!

Photo by Tairon Fernandez on Pexels.com

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