Immer der Reihe nach…

Um in einer gewissen Chronologie meiner Entwicklung zu bleiben, werde ich in meinem heutigen Beitrag noch einmal zurück gehen auf das Jahr 2020. Genauer gesagt auf die Monate August und September. Viel Spaß beim lesen….

Photo by eberhard grossgasteiger on Pexels.com

Anfang August 2020 war ich gefühlsmäßig etwas ins Ungleichgewicht geraten. Es gab keinen genauen Grund oder Auslöser, aber mich trieben unzählige Fragen um. Und diese Fragen riefen zugleich gute, aber auch unangenehme, irgendwie auch traurige Gefühle in mir hervor. Ich hatte große Angst davor wieder in alte Verhaltensmuster zurückzufallen. Obwohl zu diesem Zeitpunkt eigentlich nichts dafür sprach, hatte ich Angst, dass wieder alles über mich einbrechen könnte, ich mich wieder vernachlässige und dass ich wieder nur funktionieren würde. Gedanken, dass alles was ich bisher in den letzten Monaten erreicht hatte umsonst sein könnte, und sich meine Fortschritte quasi in Luft auflösen würden. Andererseits war da aber auch dieses Gefühl „so nah dran“ wie noch nie zu sein, und dieses hin und her der Gedanken glich wieder einmal einer Achterbahnfahrt.

Fragen wie:

* Warum bin ich so wie ich bin?

*Warum mache ich immer wieder die gleichen Fehler obwohl ich weiß das es „nicht richtig“ ist?

*Warum fällt es mir so schwer jemanden zu vertrauen?

*Warum wirke ich nach außen eher laut, stark und mutig und fühle mich aber selber immer klein und ängstlich?

*Warum lasse ich niemanden wirklich richtig nah an mich heran und baue unsichtbare Mauern auf, sobald mir jemand zu nah kommt?

Photo by Pixabay on Pexels.com

Es waren so ganz elementare Fragen nach dem „Warum“ die mich stark gefühlsmäßig beschäftigten und auch belastet haben, weil irgendwie keine Antwort parat war, mit der mein logisches Ich zufrieden gewesenwäre.

Irgendwann versuchte ich mir selber bei solch aufkommenden Gedanken zu sagen, dass genau solche Fragen wohlmöglich für mich der Weg zur Heilung sein könnten. Das sie sozusagen zur Heilung „dazugehören“ und sie mir zeigen, dass ES in mir arbeitet und mein Verstand nach logischen Antworten sucht. Die Fragen wurden durch diese für mich getroffene Erkenntnis natürlich nicht weniger, aber irgendwie gefiel mir der Gedanke, dass mein „ICH“ für mich nach Antworten suchte. Und so beschloss ich gnädig mit mir zu sein. 🙂 „Kommt Zeit, kommt Rat!“

Photo by Jordan Benton on Pexels.com

Es sind nicht die kleinen Dinge im Leben die zählen, sondern der Sinn dafür sie wahrzunehmen

Robert Maly

Dieses Zitat habe ich im August auf einem Instagram Profil entdeckt und fand es einfach nur toll! Viele Menschen sagen immer so dahin „Es sind die kleinen Dinge die zählen“. Aber in ihrem eigenen Leben nehmen sie diese kleinen Dinge gar nicht (mehr) wahr. Ich kann oder konnte mich da selber sicherlich nicht von ausnehmen. Trotzdem brachte mich dieses Zitat zum nachdenken und traf mich auch in einer gewissen Art und Weise. Aber dies eher positiv, denn es machte mir einerseits bewusst wie mein Leben früher war, und aber auch was ich in den letzten Monaten bereits alles gelernt hatte, und auch in gewisser Weise wo ich hin möchte.

In meinem Tagebuch schrieb ich dazu am 10.08.2020

„… Ich war „früher“ immer so leistungsorientiert, akribisch genau, wollte in wirklich allem perfekt sein – Im Haushalt, im Job, als Mutter, als Freundin. Ich habe so viel gemacht und getan. Mein Tag war ausgefüllt mit so vielen Dingen die ich machen „musste“. Aber ICH war es die mir das alles auferlegt hatte. Das kam selten von Außen. Höchstens im Job wo mir immer mehr abverlangt wurde. Aber auch hier war ich es, die sich das hat gefallen lassen. Meine Wohnung war immer akkurat sauber und ordentlich. Alles stand an seinem Fleck, kein unerledigter Abwasch in der Küche, keine zerknüllten Decken oder Kissen auf dem Sofa. Wenn ich in einer Beziehung war, dann habe ich (gefühlt) immer alles dafür getan damit die Beziehung gut lief. An sich ist das ja in Ordnung, aber ich habe meine eigenen Grenzen von dem was ich in Ordnung finde, wofür ich stehe und was mir wichtig ist, meine Werte, ganz oft vergessen bzw. diese Grenzen zu oft überschritten. Wofür? Wohin hat mich das gebracht? …….. Da gab es so viele „kleine Dinge“ die ich für mich nicht mehr in ihrer Gesamtheit wahrgenommen habe. Und dann kam Tag X an dem dann gar nichts mehr ging. Es blieben nur noch ganz viele Tränen und eine ganz ganz große innere Leere in mir. Und ich habe Monate gebraucht um das für mich zu erkennen und zu begreifen und zu verstehen und vor allem auch zu akzeptieren!….“

Auch wenn ich heute an die damalige Zeit zurückdenke, fühlt es sich manchmal für mich an, als würde ich über jemand anderes Leben schreiben bzw. an jemand anderen Leben denken. Mein altes Ich….. es fühlt sich für mich total befremdlich an. So als wäre es Meilenweit/Jahrzehnte weit weg, oder wie ein altes Leben das ich zurückgelassen habe und das allenfalls als drohende Mahnung wie ein Schatten hinter mir liegt. Irgendwie gruselig.

Photo by Umberto Shaw on Pexels.com

Aus der Erkenntnis heraus, dass ich mich mit meinen Bedürfnissen viel zu sehr vernachlässigt hatte, entstand auch im August eine zunächst kleine Liste von Dingen, die mir aktuell schon Spaß machten oder die ich noch ausprobieren wollte.

  • regelmäßig Yoga machen und einen Kurs oder eine Gruppe dafür finden
  • weiterhin Gitarre spielen und einen Gitarrenlehrer suchen und mal nach einem VHS Kurs diesbezüglich Ausschau halten
  • regelmäßig einen Sauna-Auszeit-Tag ganz allein für mich fest einplanen
  • regelmäßig alleine ins Kino gehen
  • zwei feste Tage pro Woche für das Fitnessstudio einplanen (nicht mehr so viele Tage wie früher um mehr Zeit für andere schöne Dinge zu haben)
  • Ab und an mal frühstücken gehen bzw. eine Freundin zum Frühstück zu besuchen

Eine kleine aber feine Liste! Ich hatte mich gefreut, dass mir doch so viel eingefallen war, denn das zeigte mir wiederum, dass ich mir meiner eigenen Bedürfnisse schon wesentlich bewusster geworden war.

Und es blieb auch nicht nur einfach eine Liste! Noch im August machte ich mich online auf die Suche nach einem Gitarrenlehrer und landetet schließlich auf der Homepage meines heutigen Gitarrenlehrers, dem ich „einfach“ mal eine Nachricht schrieb. Ich weiß noch, dass ich richtig nervös war beim schreiben dieser Nachricht und ich lange überlegt hab, ob ich sie überhaupt abschicken soll. Da war wieder so ein Zwiespalt in mir, so ein Ding hin- und hergerissen zwischen guten und schlechten Gedanken. Wie Stimmen im Kopf die einerseits bestärkend sagten „Schick es ab, das wird bestimmt total toll!“ und andererseits „Du bist viel zu schlecht dafür! Da sind bestimmt nur Kinder und der lacht dich doch aus wenn gerade DU jetzt daherkommst und jetzt meinst Gitarre spielen zu wollen!“ Aber ich war mutig und habe auf „absenden“ geklickt und hab die schlechten Gedanken in die Ecke zum schmollen geschickt! 😉

https://www.saitensurfer.com/

Und am 16. September war es dann soweit! Ich hatte meine erste Gitarrenstunden bei Chris! F*** war ich aufgeregt!!!! (ich hör dich lachen Chris! 🙂 ) Nein im Ernst! Ihr kennt sicherlich alle das Gefühl, wenn man total aufgeregt ist und sich total freut, und andererseits möchte man sich am liebsten in eine stille Ecke verkriechen wo einen niemand findet. So ungefähr war das. Aber es war mit eine der besten Entscheidungen die ich in 2020 getroffen habe!

Und auch bei zwei weiteren Aktivitäten von meiner obigen Liste blieb es nicht nur bei einer Idee. Anfang September habe ich über die Volkshochschule zwei Kurse für mich gebucht.

  • Yoga und Mediation am Abend
  • Lagerfeuer Gitarre für Erwachsene – Anfänger

Beide Kurse konnte ich jedoch leider nicht vollständig zu Ende machen. Da kam mir Mitte / Ende Oktober dann leider Corona und der 2. Lockdown in die Quere. Aber an den Abenden wo ich daran teilnehmen konnte, hatte ich sehr viel Spaß und es tat einfach auch sehr gut mit Menschen zusammen zu sein, die das gleiche Interesse hatten. Daher bereute ich auch das nicht und kann nur jeden dazu ermutigen, auch einfach mal einen Kurs in einer Volkshochschule in der Nähe zu besuchen. Sowohl Kosten, als auch die zu investierende Zeit sind überschaubar. Im schlimmsten Fall gefällt es einem nicht. Im besten Fall hat man eine schöne Zeit!

Photo by Dennis Magati on Pexels.com

August und September 2020 waren auch zwei Monate in denen ich mich gedanklich sehr viel mit der Arbeit auseinander gesetzt habe. Genauer gesagt mit dem Thema Wiedereingliederung. Ich fühlte mich nicht so ganz wohl bei den Gedanken daran. Andererseits wollte ich mich aber auch gerne damit auseinandersetzen. Auch zu diesem Thema war ich gedanklich also hin- und hergerissen. Ich konnte nicht so richtig für mich einschätzen, ob es schon an der Zeit dafür war oder noch zu früh. Ich traf mich eines Nachmittags auch mit zwei meiner Kolleginnen und erfuhr was es alles so Neues in der Arbeit gibt. Wir redeten darüber wie meine Arbeit in den letzten Monaten aufgeteilt wurde, was gut und was schlecht lief. Ich fühlte mich nicht schlecht bei diesem Treffen, aber mein Bauchgefühl war irgendwie trotzdem nicht so gut. Obwohl ich mich freute meine Kolleginnen wiederzusehen, war ich doch auch innerlich sehr angespannt. Ich beschloss letztendlich das Thema Wiedereingliederung noch etwas aufzuschieben und ich denke, nein ich weiß, das war eine gute Entscheidung!

Photo by Olga Mironova on Pexels.com

Und auch die letzten drei Monate des Jahres 2020 sollten nicht langweilig werden….. Reha Anträge, eine Testamentseröffnung, ein neues Tattoo, eine skurril klingende Hausaufgabe meines Therapeuten (ich sag nur „Grabsteine“), sowie ein unschönes Aufeinandertreffen mit meinem Chef….. All das erwartet euch in meinem nächsten Beitrag!

Ich möchte meinen heutigen Beitrag mit einem Gedicht beenden, dass ich die Tage in einer Yoga Sequenz gehört habe und das ich wirklich sehr schön fand.

In der Stille angekommen,

gehe ich in mich,

stehe ich zu meinen Stärken und Schwächen,

liegen mir mein Leben und die Liebe am Herzen.

In der stille angekommen,

sehe ich mich, dich, euch

und die Welt mit anderen Augen,

mit den Augen des Herzens.

In der Stille angekommen,

höre ich auf mein Inneres,

spüre ich Geborgenheit,

lerne ich Gelassenheit,

tanke ich Vertrauen.

— Ernst Ferstl

Ich wünsche euch allen eine ganz wunderbare Zeit! Lasst euch nicht unterkriegen!

Liebe Grüße

Alexandra

Futter für die Seele

Ich hoffe ihr seid alle gut in das neue Jahr gekommen!!! Ich weiß nicht wie es euch momentan mit der aktuellen Lage geht, aber ich blicke ehrlich gesagt mittlerweile gar nicht mehr durch was man darf und was nicht. Ich muss allerdings auch zugeben, dass das zum Teil wohl auch daran liegt, dass ich so wenig Fernsehen schaue (was ich generell ja gut finde) 🙂 Aber ich habe beschlossen mich über das ewige Hin und Her nicht aufzuregen, weil es erstens absolut nichts an der Lage ändern würde und zweitens, weil ich ja sowieso zu den Menschen gehöre, die sehr gut daheim sein können. 🙂

Photo by Lu00e9o Vinu00edcius on Pexels.com

Nach meinem letzten Beitrag haben mich wieder einige Nachrichten privat erreicht, und ich möchte auch hier noch einmal ganz offiziell „Danke“ dafür sagen! 🙂 Wie ihr ja schon wisst war dieser Blog ja ursprünglich als eine Art Selbsttherapie gestartet. Ich hatte immer das Gefühl so viele Gedanken im Kopf zu haben und brauchte dafür irgendwie eine Art Ventil. Mit dem erstellen dieses Blogs habe ich aber nicht nur dafür eine Möglichkeit gefunden, sondern ich hatte zur damaligen Zeit auch wieder eine Aufgabe die mich mental forderte. Allein schon das erstellen eines Blogs war für mich totales Neuland, kostetet mich einige Stunden an Arbeit und ordentlich Hirnschmalz. Damit habe ich mir aber auch selbst „bewiesen“, dass ich etwas kann, was wiederum gut für mein bis dahin sehr angeknackstes Selbstwertgefühl war. Das ich mit dem was ich hier schreibe nun auch noch Menschen erreiche bedeutet mir wirklich unglaublich viel! Zu lesen, dass Menschen aufgrund dessen ihr eigenes Leben etwas reflektieren, bzw. allein das ich sie dadurch zum nachdenken anrege ist für mich unglaublich schön zu wissen. DANKE!!!

Photo by Marion Pintaux on Pexels.com

Ich musste in diesem Zusammenhang auch wieder an diese Arbeitskollegin von mir denken, die mir kurz vor Weihnachten beinahe verschämt sagte, dass sie sich freuen würde dieses Weihnachten ENDLICH mal nicht die ganze Verwandtschaft einladen zu müssen. Und ebenso an ihren Gesichtsausdruck als ich sie fragte, warum sie es nicht einfach jedes Jahr so macht wie SIE es möchte.

Mir gefällt der Gedanke, dass eine Frage die man jemandem stellt wie eine Art Samenkorn ist. Wenn man ein Samenkorn pflanzt, dann sieht man erst einmal mehrere Tage oder Wochen gar nichts. Fast könnte man meinen es tue sich nichts. Und plötzlich bricht die Erde auf und ein kleines Pflänzchen wird sichtbar. Denn auch wenn man es nicht gesehen hat, so hat das kleine Samenkorn für das Auge unsichtbar kleine Wurzeln in der Erde geschlagen.

Ähnlich kann es mit einer Frage oder mit einem gelesenen Text sein. Ähnlich wie ein Samenkorn kann (!) eine Frage oder etwas gelesenes zunächst im unterbewussten insgeheim in einem wachsen. Vielleicht denkt man sogar schon gar nicht mehr daran, aber dann bricht eines Tages scheinbar wie aus dem Nichts ein Gedanke aus einem hervor. Und man hat plötzlich eine Antwort auf eine Frage gefunden, die man so in diesem Moment vielleicht gar nicht gestellt hat. Oder man weiß plötzlich was man verändern möchte ohne wirklich konkret in diesem Moment überhaupt daran gedacht zu haben.

Photo by Akil Mazumder on Pexels.com

Eigentlich ist das genau das was bei mir in der Psychotherapie passiert. Es ist im Grunde genommen auch nur ein Gespräch. Teilweise mit unangenehmen Fragen gerade in der Anfangszeit, aber eigentlich „nur“ ein Gespräch. Und darüber denkt man dann mal mehr und mal weniger nach. Mal passiert gar nichts. Und ein anderes Mal passiert gleich ganz bewusst etwas, und wieder ein anderes Mal arbeitet es unterbewusst in einem wie im geheimen weiter und ist nicht gleich sofort „sichtbar“.

Eine ähnliche Erfahrung habe ich auch beim lesen von Büchern gemacht. Ich muss dazu sagen, dass ich nie die große Leseratte war. Die Zahl der Bücher die ich tatsächlich bis zum Beginn meiner Erkrankung freiwillig gelesen habe, kann ich mit Sicherheit an 10 Fingern abzählen. Keine Ahnung warum, aber Bücher haben mich einfach nicht wirklich interessiert. Vielleicht war ich dafür bisher auch zu ungeduldig oder habe mir die Ruhe und die Zeit dafür nicht genommen. Keine Ahnung.

Das änderte sich allerdings als ich krank geworden bin. Es mag zum einen an der mir neu zur Verfügung gestandenen Zeit gelegen haben, oder aber auch an meinem absoluten Wunsch, unbedingt mehr über meine Erkrankung erfahren zu wollen. Und so habe ich angefangen Bücher über, ich nenne es mal im weitestens Sinne, Persönlichkeitsbildung zu lesen.

Ein paar dieser Bücher möchte ich euch heute ganz kurz vorstellen. In Anbetracht meiner nicht vorhandenen Erfahrungen in punkto Bücher und Rezessionen der selbigen, was ganz unweigerlich an meiner mangelnder Leseerfahrung liegt, seht es mir bitte nach, wenn diese nicht besonders fachmännisch erfolgen. 😉

„Wir sollten uns bewusst sein, dass wir selbst für uns das Wichtigste sind, das wir haben. Dass wir in unserem eigenen, aber auch im Interesse unserer Kinder und Familien dafür sorgen müssen, dass es uns gut geht. Kein anderer kann das im Alltag für uns tun“

Cosima Sieger „Dein Weg aus dem Stress zurück in die Freiheit“

Eine absolut sympathische Autorin die ich jedem nur empfehlen kann ist Cosima Sieger. Von ihr habe ich gleich mehrere Bücher gelesen. Alle ihre Bücher haben eines gemeinsam: Man hat das Gefühl als würde eine liebe Freundin zu einem sprechen. Letzteres liest man auch in diversen Rezessionen zu ihren Büchern. Aber es ist genau so! Ihre Bücher bzw. Ratgeber lesen sich total angenehm, sie hat einen schönen Schreibstil und man fühlt sich einfach wohl dabei. Das erste Buch was ich von ihr gelesen habe, und welches mich dann auch zum Kauf der anderen Bücher animiert hat, war „Dein Weg aus dem Stress zurück in die Freiheit“. Das hat mich in meiner damaligen Situation einfach direkt schon vom Titel her angesprochen und auch beim lesen nicht enttäuscht. Von den Büchern auf dem Foto habe ich bis auf „Minimalismus – für ein Leben in Leichtigkeit und Freiheit“ und „Großes Praxisbuch der Selbstfindung“ alle bereits gelesen und kann sie ohne wenn und aber absolut weiterempfehlen. Die anderen beiden möchte ich aber auch noch lesen, da ich die Themen auch total spannend finde.

Ein absolut bemerkenswertes Büchlein war „Das Café am Rande der Welt“ vom Autor John Strelecky. Da dieses Buch ein absoluter Bestseller war bzw. auch immer noch ist, hat es sicherlich der eine oder andere von euch schon gelesen. Und wenn nicht, dann gibt es dafür von mir eine absolute Kaufempfehlung! Es ist großartig! Es ist ein so dermaßen schönes und wundervoll geschriebenes Buch zum Thema Selbstfindung. Im laufe des Lesens macht man sich ganz unweigerlich über den Sinn des eigenen Lebens seine Gedanken, und wie von selbst stellt man sich Fragen, die man sich selber so noch nicht gestellt hat. Das waren die wohl besten 176 Seiten die ich jemals gelesen habe! (Und das heißt schon was!) Die beiden Fortsetzungen kamen für mein Empfinden nicht an den ersten Teil heran, sind aber trotzdem auch lesenswert.

„Warum bist du hier? – Hast du Angst vor dem Tod? – Führst du ein erfülltes Leben?“

DIE drei Fragen aus „Das Café am Rande der Welt“

Auch ein sehr nettes Buch von John Strelecky, und zudem auch schön illustriert, ist „Was ich gelernt habe“. In diesem Buch schildert der Autor in kurzen Kapiteln seine Beobachtungen, Einfällen und Erkenntnissen zu Themen wie Liebe, Freundschaft und Natur. Es liest sich wirklich sehr schön.

Ein absolut großartiges Buch zum Thema Depression und Burnout wurde vom Autor Klaus Bernhardt geschrieben und trägt den Titel „Depression und Burnout loswerden“. Ich bin mir sicher, dass dies nicht nur ein Buch für Betroffene, sondern auch ein großartiges Buch zur Prävention ist. Es gibt viele gute Anregungen die man mehr oder weniger sofort umsetzen kann und der Autor verweist auch auf viele weitere gute Bücher anderer Autoren, die ich mir zum Großteil im Anschluss sogar auch noch gekauft habe. Unter anderem hat mich genau DIESES Buch zum erstellen bzw. zum schreiben dieses Blogs inspiriert!

Eine Autorin an der man zum Thema Persönlichkeitsbildung absolut nicht vorbeikommen sollte ist meiner Meinung nach Stefanie Stahl! Von ihr habe ich gleich vier Bücher daheim. Das Buch „Das Kind in dir muss Heimat finden“ habe ich regelrecht verschlungen.

„Das „innere Kind“ ist die Summe aller Kindheitsprägungen, die wir durch unsere Eltern und andere Bezugspersonen erfahren haben. Insbesondere die Kränkungen und Verletzungen aus der Kindheit verankern sich tiem im Unterbewusstsein und hindern uns als Erwaachsene daran, unser volles Potenzial zu leben“

Stefanie Stahl

Das Buch „Das Kind in dir muss Heimat finden“ hat für mich den Ausschlag gegeben mich mit dem Thema „Glaubenssätze“ auseinander zu setzen. Ich habe sie mithilfe dieses Buches nicht nur erkannt, was allein schon ein enormer (!!) Fortschritt für mich war. Ich habe auch erkannt was dieses Glaubenssätze mit mir im erwachsenen Alter gemacht haben! Ich habe für mich nach dem lesen damit so viel erklären können und in vielerlei Hinsicht gemerkt warum ich so bin wie ich bin. Es ist nicht so ganz einfach, dass in Worten auszudrücken, aber das war ein ganz gewaltiger Fortschritt für mich.

Diese Bücher haben alle etwas gemeinsam: Sie haben sehr viel zu meiner persönlichen Veränderung beigetragen. Generell denke ich mir bei allem was man dazu lernen kann immer, wenn nur eine Sache dabei war die mich weiter bringen kann, dann hat es sich gelohnt. Daher kann ich euch auch jedes dieser Bücher absolut empfehlen.

(Vielleicht sollte ich an dieser Stelle noch anmerken, dass es sich bei den gerade vorgestellten Büchern um unbezahlte Werbung für eben diese handelt.)

„Lesen ist für den Geist, was Gymnastik für den Körper ist.“

Joseph Addison

Auch zukünftig werde ich weiterhin Bücher lesen. Es ist nicht mein Hobby Nr. 1 geworden, aber es macht mir schon im gewissen Sinne auch Spaß. Und ich bin neugierig geworden auf die vielen Dinge, die ich dadurch noch über mich herausfinden kann. Daher habe ich auch schon jede Menge andere neue Bücher daheim liegen. 🙂

Photo by Elly Fairytale on Pexels.com

Ein anderes Thema was ich noch ansprechen bzw. mit euch teilen möchte, ist das Thema Meditation. Ich kenne eigentlich nur zwei Sorten von Menschen: Die, die Meditation für absolut großartig halten und die, die Meditation für den totalen Blödsinn halten. Das kann grundsätzlich jeder so sehen wie er es möchte! Zu meditieren ist auch nicht wirklich so ganz leicht. Man muss sich wirklich Zeit dafür nehmen und vor allem Geduld mit sich haben. Ich glaube letztendlich scheitern aus diesen zwei Gründen viele daran. Aber wenn man es einmal „kann“, dann gehört es meiner Meinung nach zu den Dingen im Leben, die man sich wünschte schon viel früher „erlernt“ zu haben.

Wie so viele andere Menschen bin ich durch Yoga zum meditieren gekommen. Das liegt zum einen daran, dass viele Menschen die Yoga praktizieren auch Meditation in ihr Leben integriert haben. Zum anderen gibt es gewissen „Gemeinsamkeiten“ in diesen beiden Praktiken. Sowohl beim Yoga als auch beim meditieren, lernt man im Hier und Jetzt zu sein. Man lernt sich auf sich zu fokussieren und man hört auf zu viel nachzudenken! Meditation kann einem zudem helfen ruhiger zu werden, mit Stress oder Angst besser umzugehen und hilft ganz wunderbar zum entspannen. Aber ich finde es ist nicht so ganz einfach wie es immer so gerne dargestellt wird. Es ist nämlich nicht von Anfang an „einfach“ sich irgendwo in Ruhe hinzusetzen und einfach mal an nichts zu denken. Ganz im Gegenteil! Meditation heißt komplett abschalten und absolut 100 prozentig bei sich zu sein, und dafür braucht man Geduld. Geduld mit sich selbst. Und ich glaube das gerade DAS heutzutage das absolute Problem ist. Alles muss immer schnell, schnell gehen und die Welt da draußen ist so wahnsinnig laut geworden. Jeder ist getrieben und gehetzt und wenn wir etwas tun, dann sind wir mit unseren Gedanken schon bei der nächsten Aufgabe die heute unbedingt noch erledigt werden muss. Wir haben verlernt in uns rein zu hören und auf unser inneres Gleichgewicht zu achten. Aber auch darin lag für mich die absolute Herausforderung! Ich wollte wissen wie das ist, im „Hier und Jetzt“ ganz bei sich zu sein.

Und wie schon gesagt, das braucht Zeit und Geduld. Geholfen haben mir dabei geführte Mediationen aus dem Internet, welche ich mir entweder über einen App Streaming Dienst oder über YouTube über (ganz wichtig) Kopfhörer angehört habe. Kopfhörer daher, weil man sich damit besser auf die Mediation konzentrieren kann und dadurch auch nicht so leicht abgelenkt wird. Ich mag es zudem mich dann in eine Decke einzukuscheln und es mir richtig bequem und gemütlich zu machen. Anfangs musste ich dann allerdings immer aufpassen das ich nicht einschlafe. Aber auch das ist am Anfang ganz normal und passiert mir jetzt auch noch hin und wieder.

Sollte sich jemand von euch für das Thema Meditation interessieren und es einfach mal ausprobieren wollen, so kann ich euch hier zwei Kanäle auf YouTube empfehlen (Auch an dieser Stelle sei erwähnt, dass es sich hierbei um unbezahlte Werbung handelt.)

Der YouTube Kanal von Anika Henkelmann ist absolut toll. Sie hat eine wunderbar ruhige und angenehme Stimme und jede Menge guter Meditationen auf ihrem Kanal:

https://www.youtube.com/channel/UCwJvTLVrrAFrWWQqoBM7u9g

Wem ich auch total gerne zuhöre ist Thomas Andres. Seine Meditationen sind zugegebener Maßen etwas lang. Dafür hat er aber fast zu jedem Thema sowohl eine Tages- als auch eine Nachtvariante. Und seine Stimme ist einfach auch ganz wunderbar:

https://www.youtube.com/channel/UCphnbSdDub2GGUGU92DQN-A

Probiert es doch einfach mal aus! Was habt ihr schon zu verlieren?

Photo by Breakingpic on Pexels.com

Jetzt ist der Beitrag schon wieder so lang geworden… 🙂

Mich würde an dieser Stelle sehr eure Meinung interessieren. Kennt jemand von euch eines oder mehrere der Bücher die ich hier vorgestellt habe und wie fandet ihr sie? Habt ihr Bücher im Bereich der Persönlichkeitsbildung gelesen die ihr mir empfehlen könnt? Wie steht ihr zum Thema Meditation?

Schreibt mir dazu doch gerne etwas in den Kommentaren.

Willkommen 2021!

Neues Jahr – neues Glück! So lautet doch ein Sprichwort wenn ich mich recht erinnere….
Ich bin mir sicher, dass viele von euch sich ein neues – besseres Jahr als das letzte Jahr wünschen! Ja es war schon ein ganz besonderes Jahr das hinter uns liegt. Ich für meinen Teil hätte mit so etwas wie ein Virus, dass die halbe Welt lahm legt absolut niemals gerechnet! Und dabei habe ich mit meinen 43 Jahren auch schon viel geschichtliches und politisches, und auch viele wirtschaftliche Veränderungen erlebt.

Photo by Julia Larson on Pexels.com

Aufgewachsen ohne Handy (wir hatten noch nicht einmal ein Telefon) und Auto, war die politische Wende 1989 das wohl größte Erlebnis welches ich miterleben durfte, und an das ich mich auch noch gut erinnere. Ich bin mit Kassetten anstatt CD´s aufgewachsen, Filme gab es irgendwann auf Videokassetten und in meiner frühen Kindheit gab es nur zwei Fernsehsender und die sendeten auch nicht rund um die Uhr. Ich habe quasi die „Entstehung“ des Internets und der ersten Online-Chats miterlebt, die Einführung von Smartphones, die Einführung des Euros…. Jetzt komme ich mir gerade furchtbar alt vor! Lassen wir das lieber!!! 🙂

„Die schwerste Aufgabe im Leben ist es, an schlechten Tagen genauso zu denken, wie an guten Tagen.“

Ich gehöre zu den Menschen die dem Jahr 2020 auch sehr viel positives abgewinnen konnten. Natürlich war und ist dieses Corona Virus eine wirklich furchtbar angsteinflößende Sache. Wie aber auch schon in einem meiner vorherigen Beiträge erwähnt, bin ich aber ein Mensch, der in jedem noch so schlimmen Ereignis das Positive sucht. Ich habe aber schon durchaus die Erfahrung gemacht, dass das für viele Menschen äußerst schwierig ist. Mitunter ernte ich nur ratloses oder verständnisloses Kopfschütteln wenn ich das eine oder andere positive in dieser Zeit hervorhebe. Aber ich frage die Menschen dann immer: „Was bringen euch die schlechten Gedanken und das beschweren über die äußeren Umstände?“ Dann blicke ich zumeist in ratlose Gesichter. „Nichts! Es bringt euch rein gar nichts!“ – ist dann meine Antwort! Es bringt nämlich nur weiterhin schlechte Gedanken. Wenn ich mit einem mürrischen Gemütszustand rumlaufen kann ich nicht erwarten, dass mein Gesichtsausdruck etwas anderes ausdrückt. Und wenn ich mit einem mürrischen Gesichtsausdruck rumlaufe kann ich in den seltensten Fällen davon ausgehen, dass ich ein Lächeln von meinen Mitmenschen bekomme. „Gesetzt der Anziehung“ nennt sich das ganze Prinzip.

„Das was ich denke, strahle ich aus und das was ich ausstrahle, ziehe ich an“.

Photo by Pixabay on Pexels.com


Nun gibt es mit Sicherheit die Klugscheißerfraktion – „Ja ich weiß schon…. ich stell mich täglich vor einen Spiegel und rede mir ein, dass mir das Leben rosarot glitzernd zu Füßen liegt…..!“ Was ich diesen Menschen dazu sage? Meistens gar nichts, weil ich mich ungern mit negativen Menschen unterhalte, und wenn dann beschränke ich den Kontakt auf das Nötigste. Hört sich egoistisch oder eingebildet für dich an? Ja das mag sein, aber eine Erkenntnis die ich auch erst im letzten Jahr so wirklich verstanden habe ist – Es ist MEIN Leben und daher muss es sich auch NUR FÜR MICH richtig anfühlen! Wenn das für jemanden egoistisch oder eingebildet klingt – bitte sehr – damit kann ich sehr gut leben.

„Das Leben ist bezaubernd, man muss es nur durch die richtige Brille sehen.“

Alexandre Dumas

Aber noch mal zurück…. Was ich damit meine ist folgendes; Ich finde, dass man sich gerade in schwierigen Zeiten auf das besinnen muss was GUT ist im Leben. Und das müssen keine großen oder gar materielle Dinge sein! Ein schöner Sonnenaufgang, eine leckere Tasse Kaffee am Morgen die man sich in Ruhe gönnt oder eine liebevolle Umarmung der Kinder oder des Partners. Es ist so wahnsinnig viel selbstverständlich für uns geworden, dass wir die kleinen Besonderheiten gar nicht mehr würdigen können. Aber was wären wir ohne all das? Ich habe es zum Beispiel schon im Frühjahr 2020 total genossen, dass weniger Verkehr auf den Straßen unterwegs war und ich fand es toll, dass man in den Abendstunden mal wieder die Sterne am Himmel gesehen hat. Ich fand es toll, dass wieder mehr Familien zusammen spazieren waren und Väter mit ihren Kindern Fußball vor dem Haus gespielt haben. Und auch für mich hat das Jahr 2020 unheimlich viele persönliche Veränderungen bereit gehalten.

„Die Dinge haben nur den Wert, den man ihnen verleiht.“

Jean Baptiste Moliere

Für den einen oder anderen klingt es sicherlich verrückt, aber das Jahr 2020 war bis dato (nach der Geburt meiner Tochter vor 17 Jahren) das wohl bemerkenswerteste, wichtigste und beste Jahr welches ich erleben durfte! Und dafür bin ich unglaublich dankbar! Ich habe sehr viel über mich und mein Leben gelernt und fast möchte ich behaupten, dass ich ein neuer Mensch geworden bin…. okay fast! 😉 Manche meiner Eigenheiten habe ich schon noch beibehalten. Ich kann immer noch furchtbar viel und gern beim Auto fahren über andere Autofahrer schimpfen, vor meinem zweiten….. naja eher dritten Kaffee bin ich immer noch nicht wirklich ansprechbar und ich kann immer noch eine Menge Blödsinn quatschen und machen wenn mir danach ist. Aber viele Sachen haben sich für mich einfach im letzten Jahr geändert.

Photo by Pixabay on Pexels.com

Was mich das Jahr 2020 gelernt hat und wofür ich dankbar bin:

  • Karin ist und bleibt meine absolut engste Vertraute
  • Ich habe wieder mehr Kontakt zu meinem „großen Bruder“ gehabt
  • Ich durfte in Andrea, Manuela und Sarina drei ganz wunderbare Menschen (neu) kennenlernen
  • Ich habe eine Psychotherapie angefangen und mich damit endlich mit mir und meinem Leben auseinander gesetzt.  (Die absolut beste Entscheidung in 2020!)
  • Ich habe mir eine Auszeit ganz für mich allein genommen
  • Ich habe meine Wohnung fast komplett neu eingerichtet und freue mich an jeder einzelnen Sache beinahe jeden Tag.
  • Ich habe mir meinen Jugendtraum erfüllt und habe mit dem Gitarre spielen angefangen. Ich habe mir eine neue Gitarre gekauft und in Chris einen super netten Gitarrenlehrer gefunden.
  • Meine Tochter hat in diesem Jahr einen großartigen Schulabschluss gemacht.
  • Ich habe mir ein wunderschönes Tattoo stechen lassen
  • Ich kann alleine sein ohne mich einsam zu fühlen
  • Ich habe mich intensiv mit Yoga und Meditation beschäftigt und darin ganz wundervolle Möglichkeiten der Entspannung und Reflektion gefunden.
  • Ich habe angefangen Bücher über Persönlichkeitsbildung und Psychotherapie zu lesen und dadurch so viel Neues erfahren.
  • Ich kann alleine ins Kino gehen und habe Spaß dabei.
  • Ich schlafe wieder ohne grübelnde Gedanken ein.
  • Ich kann Stille aushalten.
  • Ich bin in sehr vielen Momenten zufrieden mit mir und meinem Leben.
  • Ich bin so dankbar das ich meine Schwester Anika habe. Ich habe sie unglaublich doll lieb.
  • Meine zwei flauschige Stubentieger sind einfach die wundervollsten Mietzemänner dieser Welt.
  • Ich habe erkannt wer Freunde, und wer Bekannte für mich sind.
  • Ich bin wesentlich ruhiger und gelassener geworden und schenke nicht mehr jedem und alles meine Aufmerksamkeit.
  • Ich habe erkannt, dass es kein „perfekt“ gibt und das alle Versuche Perfektion zu erreichen nur viel zu viel Energie kosten.
  • Ich bin nicht mehr so unzufrieden mit meinem Körper und kann mich viel besser so akzeptieren wie ich bin.
  • Ich glaube ich bin ein durchaus liebenswerter Mensch.
  • Ich mag mich!

Als ich das kurz vor Weihnachten in meinem Tagebuch festhielt war ich selber darüber erstaunt wie viel es insgesamt war! Aber es hat mich auch wahnsinnig glücklich gemacht! Und ich finde wir sollten alle viel mehr darauf schauen, was gutes in unserem Leben passiert und uns darauf besinnen und uns diese Dinge immer wieder ins Gedächtnis rufen. Dann passiert das mit dem lächeln im Gesicht (fast) von ganz allein und man strahlt es auch aus. Und ich glaube daran, dass das was man gibt, auch immer wieder zu einem zurück kommt! Eine Arbeitskollegin meinte im November 2020 zu mir „Du strahlst irgendwie so von innen heraus!“ 

Photo by Julia Kuzenkov on Pexels.com

„Sei wie die Sonne: Stehe morgens auf und strahle, egal welches Wetter gestern war.“

Und was ist mit diesem neuen Jahr?

Auch dazu habe ich mir gegen Ende des Jahres so meine Gedanken gemacht. Ich war allerdings noch nie ein Freund von sogenannten Neujahrsvorsätzen. An so etwas glaube ich nicht. Das sind in meinen Augen zwar zum einen schon Wünsche derjenigen die sie haben, aber zum aller größten Teil bleibt es bei diesen Wünschen. Ich glaube das liegt zum einen daran, weil diese Wünsche oder Ziele nicht klar genug definiert sind und zum anderen, weil der wirkliche Wille dahinter fehlt. Es ist einfach zu sagen „Ich höre mit dem rauchen auf“ oder „Ich nehme ab“. Aber meistens bleibt es bei diesen Sätzen und der sich in Anschluss einkehrenden Enttäuschung (wieder) etwas nicht geschafft zu haben. Ich möchte sogar behaupten, dass die meisten mit solchen Vorsätzen schon im Vornherein insgeheim wissen, dass sie ihr Vorhaben nicht in die Tat umsetzen werden. Gibt es etwas deprimierendes?

Ich habe daher für mich keine dieser klassischen Neujahrsvorsätze getroffen. Ich habe vielmehr überlegt, was ich aktiv tun könnte damit es mir noch besser geht als jetzt. 

Und das ist meine „Wunschliste“ für 2021:

  • Ich möchte verstehen wie man Beziehungen führt ohne Angst zu haben.
  • Ich möchte lernen Menschen zu vertrauen.
  • Ich möchte meine gewonnenen Freundschaften beibehalten und besser pflegen und für neue Menschen offen sein.
  • Ich möchte meine innere Ruhe beibehalten und mich persönlich noch weiter entwickeln, um all das schon gelernte nicht wieder zu verlieren.
  • Ich möchte mich trauen im Sommer an die Nord- oder Ostsee zu fahren.
  • Ich möchte lernen zum Gitarre spielen zu singen.
  • Ich möchte insgesamt noch viel mutiger werden.
  • Ich möchte meine eigenen Bedürfnisse noch besser erkennen und sie ohne Angst und Scham ausleben.
  • Und ich möchte den Flur und das Arbeitszimmer meiner Wohnung renovieren.
Photo by Nita on Pexels.com

Was ich in jedem Fall in diesem neuen Jahr beibehalten werde ist mein Glücksmomenteglas! Was das ist? Ich habe ein großes Glas im Wohnzimmer stehen und jedes Mal wenn ich etwas schönes erlebe, dann schreibe ich es auf einen kleinen bunten Zettel und stecke ihn in dieses Glas. Am Silvesterabend mache ich dann diese kleinen zusammengefalteten Zettelchen auf, lese sie und freue mich noch einmal über die vielen wunderschönen Momente die ich im Jahr hatte. Gibt es etwas schöneres als das Jahr mit einem Lächeln zu beenden?

Quelle: Visualstatements

Selbst in einem so turbulenten Jahr wie 2020 hatte 24 Glücksmomente, die ich mir geschaffen habe und erleben durfte! Wenn man es so nimmt, so hatte ich ca. alle zwei Wochen einen schönen Augenblick. Und das ist doch großartig oder?

Glück bekommt man nicht geschenkt. Glück erschafft man sich.

Ich wünsche jedem von euch ein ganz wundervolles 2021, mit vielen Momenten des Lächelns und des glücklichseins. Gerade ist es eine schöne Vorstellung für mich, wenn auch nur einer von euch in den nächsten Monaten etwas genauer hinschaut, etwas genauer wahrnimmt und etwas mehr scheinbar Alltägliches schätzen kann. Es gibt so viel unnötiges in unser aller Leben, dem wir viel zu oft und viel zu sehr unsere Aufmerksamkeit schenken. Wir setzen nur allzu oft Prioritäten, die aber meistens noch nicht einmal unseren eigenen Werten entsprechen. Viele Menschen kennen noch nicht einmal ihre eigenen Werte und leben ein Leben, dass sie meinen führen zu müssen, weil es „nun mal so ist“. 

„Lebst du schon, oder erfüllst du noch Erwartungen?“

Was möchtest du für DICH im neuen Jahr angehen? Was sind deine Werte? Wer willst du sein?

Auf in ein neues Jahr voller spannender Möglichkeiten!

Photo by Tairon Fernandez on Pexels.com